FRAKTION: FDP-Kreistagsfraktion fordert Koordinierung der neuen gastronomischen Liefer- und Abholangebote durch die Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreis

ArbeitsmarktInfrastrukturpolitikKulturpolitikLandkreis und KommunenWirtschaftspolitik23. März 2020

Aus der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am Sonntag, den 22. März 2020 geht unter anderem hervor, dass ab dem heutigen Montag alle Gastronomiebetriebe für den Publikumsverkehr geschlossen werden. Die Betriebe haben nur noch die Möglichkeit durch Abhol- oder Auslieferangebote über die Runden zu kommen. Dabei stoßen die vielen Betriebe, die mit diesem Geschäft wenig oder teilweise keine Erfahrungen haben, auf verschiedenste Herausforderungen. Die Verpackung der Speisen, die Auslieferung und auch die Abwicklung der Zahlung auf eine möglichst sichere Weise sind nur ein paar wenige, der vielen neuen Aspekte.

„Die gastronomische Versorgung in unserem Landkreis kann nur durch beherztes Handeln, gezielte Förderung und schnelle Information aufrecht erhalten werden,“, macht der Fraktionsvorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Kolja Saß, die Dringlichkeit deutlich und ergänzt zur Erklärung der Notlage: „ Die Kostenstruktur der meisten Betriebe in der Gastronomie ist im Verhältnis zum Umsatz sehr hoch. Es ist ohnehin kaum möglich die bestehenden Fixkosten allein durch Abhol- und Lieferangebote zu decken. Sie können das entstehende Defizit nur mildern. Daher ist es dringend geboten, auf die neuen Angebote aufmerksam zu machen und die Betreibe bei den schwierigen Herausforderungen zu begleiten.“

„Neue digitale Absatzwege für die Gastronomie sind zumindest zur Überbrückung der Krise vielleicht der kleine Beitrag, der den Fortbestand der Betriebe sichert, die bislang kein Abhol- und Lieferangebot haben. Es könnte daraus auch die Chance entstehende, dass viele dieser Betriebe das Angebot auch nach Corona aufrechterhalten. Dieses weitere Standbein, bereichert dann in der Zukunft das Versorgungsangebot auf Lieferando, Lieferheld, usw..“, zeigt der ehemaligen Wirtschaftsdezernent der Stadt Hanau und jetzige ehrenamtliche Kreisbeigeordnete, Dr. Ralf-Rainer Piesold, auf. Zu begrüßen sei, dass Ebay Deutschland schon das Angebot mit seiner Initiative LocalHeroes ausgedehnt habe.

„Wir fordern den Wirtschaftsdezernenten des Landkreises Winfried Ottmann daher auf, umgehende eine Koordinierungsstelle einzurichten, um die lokalen Angebote zu sammeln, Informationen auszutauschen und koordinative Aufgaben zu übernehmen.  Die Wirtschaftsförderung hat im Bereich der Unternehmensansiedlung genau durch diese Tätigkeiten Erfahrungen und Erfolge vorzuweisen. Diese Ressourcen können jetzt zum optimalen Erfolg der Rettung des gastronomischen Angebots in unserem Landkreis eingesetzt werden.“, präzisiert Saß die Forderung der FDP Fraktion.

Die beiden liberalen (Piesold und Saß) schließen mit dem Appell an die Menschen im Kreis. „Bitte Unterstützen Sie die lokalen Lebensmittelgeschäfte, Metzgereien, Bäckereien und Gastronomen, in dem Sie die noch vorhandenen Angebote, soweit es Ihnen in der Krise möglich ist, nutzen.“