FRAKTION – Saß: „Kreis muss Sorgen der Eltern endlich ernst nehmen“

BildungspolitikÖPNV8. Juli 2016

Im Dezember 2015 wurden 2 Bushaltestellen in Niedermittlau gestrichen. Daher wird die Bahnhofssiedlung nicht mehr angefahren. Die nächste Bushaltestelle liegt 2 km entfernt im Dorfkern Niedermittlau. Zudem wurden durch die Umstellung der Fahrpläne scheinbar auch die Frequenzen der Busslinien deutlich eingeschrumpft. Es gibt keine direkte Busanbindung von der Bahnhofssiedlung Niedermittlau zum Schulzentrum Gelnhausen oder nach Langenselbold. Die wenigen Busse die fahren,  kommen oft nicht pünktlich. Zudem stehen den Schülerinnen und Schülern oft zu wenig Sitzplätze zur Verfügung.

Schüler aus der Bahnhofssiedlung, die Schulen in Gelnhausen besuchen, haben somit keine Möglichkeit den Unterricht pünktlich und sicher anzutreten. Den Eltern und Schülern wurde bis heute – trotz mehrfachen schriftlichen und mündlichen Nachfragen – keine Lösung für das Problem in Aussicht gestellt.

„Bereits seit Dezember 2015 müssen die Eltern der betroffenen Kinder nicht nur zusehen wie sie ihre Kinder pünktlich zum Unterricht bringen, sie müssen sich zudem auch noch alle Informationen selbst beschaffen und werden von den zuständigen politischen Stellen schlicht vertröstet oder von einer Stelle zur anderen verwiesen. Viele fühlen sich komplett im Stich gelassen“, fasst der Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Kreistag Kolja Saß die Situation der betroffenen Eltern zusammen.

„Uns liegen Emails von Eltern an Kreisabgeordnete und das Bürgerbüro vor, die den Vorgang bereits im Januar dem ersten Kreisbeigeordneten Matthias Zach weitergeleitet haben. Seitdem scheint nichts geschehen zu sein. Die Probleme der Eltern und Schüler sind jedenfalls nicht gelöst“, beschreibt Saß den geringen Informationsgrad und die fehlenden Anstrengungen seitens der Kreisverwaltung.

„Mehr als unverständlich ist es für uns, dass die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler nicht einmal über die geänderten Busfahrpläne informiert wurden. Schlimmer noch, es herrschte über mehrere Wochen nach der Umstellung der Fahrpläne noch immer Unsicherheit, da zu diesem Zeitpunkt die Fahrpläne an den Haltestellen nicht ausgetauscht waren“, kritisiert Kolja Saß die nicht vorhandene Informationspolitik.

„Es muss jetzt endlich etwas passieren. Daher haben wir gemeinsam mit den Eltern eine umfangreiche Liste erstellt und die vielen Problemberichte gesammelt. Diese hat unser Kreistagsmitglied Behrad Farhan heute im Vorfeld der Kreistagssitzung an Landrat Erich Pipa übergeben. Wir hoffen, dass dieses Problem nun endlich zur Chefsache gemacht und angegangen wird“, erläutert Anke Welzel, Elternbeirätin und Mitglied im Gemeindevorstand in Hasselroth, das Vorgehen zur Lösung der Probleme. Anke Welzel hat sich vor Ort in den vergangenen Wochen intensiv um eine Lösungsfindung bemüht. „Nach den Sommerferien muss endlich eine hinnehmbare Lösung gefunden sein“, macht Frau Welzel abschließend die Dringlichkeit deutlich.

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