Straßenbahn der Lüfte auch zwischen dem MKK und Bad Vilbel

InfrastrukturpolitikÖPNV8. März 2019

Heimische SPD und FDP Politiker fordern Machbarkeitsstudie

In seinem Antrittsbesuch als FDP MdL für den Main-Kinzig-Kreis hat der aus Bad Vilbel stammende Vizepräsident des Hessischen Landtags Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn mit dem Bürgermeister von Niederdorfelden Klaus Büttner (SPD) vereinbart, sich intensiv für die Prüfung der Machbarkeit einer Seilbahn aus Schöneck/Niederdorfelden bis nach Bad Vilbel einzusetzen. Hintergrund sind die enormen Pendlerströme, die morgens aus dem Main-Knizig-Kreis durch die südliche Wetterau nach Frankfurt und abends wieder zurück zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen.

MdL Jörg-Uwe Hahn (rechts im Bild) bei seinem Antrittsbesuch bei Bürgermeister Klaus Büttner (2.v.l.) in Niederdorfelden. Mit dabei: Kreisvorsitzender Daniel Protzmann (links) und Thomas Schäfer (2.v.r.)

Der ebenfalls anwesende FDP-Kreisvorsitzende Daniel Protzmann, der auch Vertreter von Großkrotzenburg im Regionalverband FrankfurtRheinMain ist, machte wie auch Bürgermeister Büttner deutlich, dass die neue Spitze des Verbandes einer Nutzung auch von Seilbahnen im urbanen Gebiet sehr positiv gegenüber steht. So soll eine Machbarkeitsstudie für das gesamte Rhein-Main-Gebiet im Rahmen eines neuen Mobilitätsplan erstellt werden auch mit der Frage, ob Seilbahnen als Straßenbahnen der Lüfte einen guten Beitrag im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs leisten.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Hahn und der ehemalige FDP-Landtagskandidat Thomas Schäfer machten deutlich, dass die FDP-Landtagsfraktion sich bereits mit der Finanzierung beschäftige. „Mit einer Änderungen des Mobilitätsgesetzes wollen wir klarstellen, dass auch im urbanen Gebiet Seilbahnen wie U- und S-Bahn mit öffentlichen Mitteln gebaut werden können“, berichtete Hahn aus der aktuellen Arbeit des Landtags.

Die FDP-Politiker sehen als Standort einerseits den Bad Vilbeler Nordbahnhof und eine gut erreichbare Fläche zwischen Niederdorfelden, Schöneck und Maintal andererseits an. „Natürlich muss es für die Pendler bequem sein, diesen zusätzlichen Umstieg auch zu nutzen, es nützt nichts, wenn wir nicht auch die Bequemlichkeit der Bürger bedienen“, so Büttner zusätzlich. Spätestens am 8. Mai auf dem Seilbahntag des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain erwarte man die ersten positiven Erkenntnisse.