Keine Windkraftanlagen in Flörsbachtal – Kreis muss sich an Beschlüsse des Kreistages halten

27. Juni 2017

Keine Windkraftanlagen in Flörsbachtal – Kreis muss sich an Beschlüsse des Kreistages halten

 

Durch die zweite Offenlegung des Flächenplan wurden neue Windkraftvorzugsflächen in Flörsbachtal ausgewiesen. Die Gemeinde möchte diese Flächen nutzen, um dort weitere Windkraftanlagen zu installieren.

 

„Auch wenn wir als FDP-Fraktion uns gegen den weiteren Bau von Windkraftanlagen im Kreisgebiet, insbesondere im Naturpark Spessart, aussprechen, ist es selbstverständlich das Recht der Kommune Flörsbachtal Anlagen zu planen. Problematisch ist jedoch, dass der Kreistag einen Beschluss gegen weitere Windkraftanlagen getroffen hat. Dennoch unterstützen die Naturenergie Main-Kinzig als Kreiseigene Gesellschaft und ihr Geschäftsführer Oliver Habekost das Vorhaben proaktiv. Dies ist ein deutlicher Widerspruch zum Beschluss des Kreistages“, fasst der energiepolitische Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion den Konflikt zusammen.

 

„Oliver Habekost nimmt an Planungssitzungen in Flörsbachtal teil und unterstützt somit die Errichtung weiterer Anlagen. Gegen den Beschluss des Kreistages. Entgegen des Versprechens des ehemaligen Landrates Pipa. Wir erwarten hier ein Machtwort seines Nachfolgers Torsten Stolz“, fordert Rolf Zimmermann die Umsetzung des Kreistagsbeschlusses und ergänzt: „Oliver Habekost und die Naturenergie müssen zurückgepfiffen werden. Torsten Stolz kann und sollte nun ein positives Zeichen setzen, dass er als Landrat einen anderen Weg einschlägt als sein Vorgänger. Er muss zeigen, dass er ein Landrat ist, der die Beschlüsse des Parlamentes als Auftrag ansieht und diese nicht auf Umwegen untergräbt.“

 

„Der ehemalige Landrat Erich Pipa hat uns in der Kreistagssitzung vom 09.12.2016 versprochen, dass es im Naturpark Spessart keine weiteren Anlagen geben soll und er sich persönlich dafür einsetzt, dass der Kreis den Bau von weiteren Windkraftanlagen in Flörsbachtal nicht unterstützt. Dass nun genau dies durch einen Geschäftsführer einer kreiseigenen Gesellschaft mitorganisiert wird und dieser mehrfach den Bau von Anlagen, wenn auch durch Dritte, vorantreibt, das ist schon ein starkes Stück. Wir haben einen Kreistagsbeschluss, daran muss sich die Verwaltung halten“, ergänzt der FDP-Fraktionsvorsitzende Kolja Saß.