Bildung und Schulen

Schulen

An vielen Schulstandorten wird im Main-Kinzig-Kreis gebaut. Es fehlt nicht an Investitionen. Ein Großteil davon sind allerdings Ergänzungsbauten und Mensen, die für die ausgeweitete Nachmittagsbetreuung nötig sind. Doch gleichzeitig fehlen nötige und mögliche Sanierungen – manchmal am gleichen Standort. 

Wir wollen für alle Schulen im Main-Kinzig-Kreis ein transparentes Sanierungsstauregister (Dashboard), einen Fahrplan und viel mehr Tempo, damit wir allen Schülerinnen und Schülern und allen Lehrerinnen und Lehrern in absehbarer Zeit ein gutes Lernumfeld schaffen. Was weiter fehlt, ist ein transparenter Katalog, aus dem sich zweifelsfrei entnehmen lässt, für welche Leistungen der Landkreis als Schulträger verantwortlich ist. Vor allem darf es nicht sein, dass die digitale Infrastruktur der Schule nur dann funktioniert, wenn einzelne Lehrkräfte die Betreuung und Wartung als Zusatzaufgabe übernehmen. 

Fördervereine und Elternbeiräte übernehmen oftmals Aufgaben, die  nach unserer Auffassung der Schulträger übernehmen müsste. Wir danken diesen Stützen der Schulgemeinschaft ausdrücklich für ihr Engagement, ohne das Vieles an den Schulen nicht möglich wäre. Wir fordern jedoch gleichzeitig, dass ehrenamtliches Engagement an den Schulen belohnt wird. Wir wollen deswegen, dass von den Fördervereinen zur Verfügung gestellte Mittel für bestimmte Anschaffungen und Projekte vom Kreis 1:1 verdoppelt werden. Dazu soll der Kreis zweckgebundene Rahmenvereinbarungen mit den Schulgemeinden schließen. Daneben wollen wir, dass besonders die Schulen gefördert werden, an denen dies aus den unterschiedlichsten Gründen notwendig ist.  

Schulbezirke schränken den Wettbewerb zwischen den Schulen ein und führen teilweise zu absurden Verhältnissen. Weil wir glauben, dass Wettbewerb auch Ansporn ist, wollen wir einen Wettbewerb zwischen den Schulen herstellen, indem die Schulbezirksgrenzen aufgehoben werden. 

Hausaufgabenbetreuung muss zuverlässig stattfinden. Wir wollen hierbei auch auf Wissen und Erfahrung von ehemaligen Lehrkräften oder anderen Freiwilligen mit geeigneter Qualifikation zurückgreifen und zu diesem Zwecke ein Freiwilligenprogramm auflegen.? 

Bildung   

Ausbildung und Weiterbildung gehören immer mehr zusammen. Studium, Abendgymnasium und andere Bildungsmöglichkeiten sind im Main-Kinzig-Kreis meistens eine Angelegenheit sehr langer Wege. Gerade bei nebenberuflich durchgeführten Weiterbildungen ist das oft nicht möglich oder der extrem hohe Aufwand hält davon ab. Auch für die Schülerinnen und Schüler brauchen wir eine hinreichende Dichte der Schulstandorte und des gymnasialen Angebotes. Daher fordern wir seit langem ein weiteres Gymnasium im Westkreis. Nach unserer Überzeugung ist der Ausbau des Oberstufengymnasiums in Bruchköbel zu einem gymnasialen Vollstandort die am besten und günstigsten realisierbare Möglichkeit. Neue Schulbusverbindungen müssen dies ermöglichen. Auf Hanau als Gymnasialstandort kann nur noch übergangsweise und nicht zuverlässig und dauerhaft gesetzt werden. Es besteht Klärungs- und Handlungsbedarf, der in der bisherigen Kreiskoalition nicht möglich war. 

Wir Freien Demokraten wollen einen neuen Impuls für mehr Hochschul- und Weiterbildung geben. Durch eine Hochschule im Main-Kinzig-Kreis würde nicht nur das Bildungsangebot verbessert, sondern die ganze Region gestärkt werden. Denkbar ist auch, die Dependance einer Hochschule in den Kreis zu holen. Auch Studienzentren könnten in den ländlichen Regionen des Kreises angesiedelt werden. Die teilweise Digitalisierung der Bildung schafft hier neue Chancen auch für die ländlichen Räume, wenn hochspezialisierte Bildungsangebote digital mit Kooperation in der Gruppe und Lernen vor Ort verbunden werden. Wir wollen dafür sorgen, dass diese Möglichkeiten im Main-Kinzig-Kreis aufgegriffen und nicht verschlafen werden. (Quelle: Wahlprogramm zur Kreistagswahl 2026)