Haushalt und Finanzen

Die Landkreise und Kommunen stehen aktuell unter massivem Druck, gesetzliche Ansprüche zu erfüllen. Diese werden an anderer Stelle beschlossen, ohne dass ihre Finanzierung vollumfänglich gesichert ist. Das Konnexitätsprinzip – wer bestellt, bezahlt – wird aus unserer Sicht vollkommen unzureichend umgesetzt. Die Folge ist eine strukturelle Überlastung der gesamten kommunalen Familie, auch im Main-Kinzig-Kreis. Gerade deshalb hat solides Haushalten für uns höchste Priorität: Wir wollen einen verlässlichen, transparenten und verbindlichen Kreisumlagepfad, der unseren Städten und Gemeinden Planungssicherheit gibt und sie nicht mit ständig wechselnden finanziellen Rahmenbedingungen alleinlässt. 

Bisherige Sparbemühungen des Kreises erkennen wir an, halten sie jedoch angesichts der Lage für anspruchslos. Wir sind überzeugt, dass durch Innovation, Effizienzsteigerung und Automatisierung künftig mehr Arbeit mit weniger Personal bewältigt werden kann. Dazu setzen wir auf intelligentes Wissensmanagement: Das Erfahrungswissen der heutigen Beschäftigten muss gesichert und strukturiert an die nächste Generation weitergegeben werden. Wo Stellen aufgrund von Verrentung oder natürlicher Fluktuation frei werden und die Aufgabenlage es zulässt, sollen sie nicht automatisch wiederbesetzt werden – ohne dass das Service-Niveau für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen leidet; im Gegenteil: Ziel ist ein moderner, schneller und besser erreichbarer Kreis als Dienstleister. 

Durch konsequente Effizienzorientierung wollen wir erreichen, dass sich die Kreisumlage und damit die Kosten für unsere Kommunen trotz anstehender großer Investitionen und Rückzahlungen an die Hessenkasse im Rahmen halten. So sichern wir die Handlungsfähigkeit des Kreises und verschaffen der kommunalen Familie Luft zum Atmen für die Gestaltung vor Ort. (Quelle: Wahlprogramm zur Kreistagswahl 2026)